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Bottenwil, im oberen Uerkental, an der Grenze zu Luzern, im Bezirk Zofingen gelegen, wurde spätestens im 8. Jahrhundert durch einen Alemannen Boto als Weiler gegründet. Wir hören von adeligem und klösterlichem Grundbesitz. 1189 wird erstmals schriftlich Besitz des Klosters Muri in Bottenwil bezeugt. Eigentum des Klosters Einsiedeln wird 1268 urkundlich genannt. Aber auch der Edle Kuno von Büron und die Freiherren von Aarburg nennen Boden ihr eigen.

Schon im 13. Jahrhundert erhob sich südlich des Dorfes die Burg Bottenstein. Die Ruine samt Umgelände gehört heute zum Gemeindebann von Zofingen. Die Stadt besass in Bottenwil im 15. Jahrhundert Twing und Bann, verkaufte aber ihre Rechte an die Herren von Bern. 1798 wurde das Dorf dem Bezirk Zofingen zugeteilt.

Bottenwil ist von der Landflucht verschont geblieben, ist es doch trotz der stillen Gegend sehr zentral gelegen, nahe bei Zofingen, nicht zu weit von Aarau, mit einem Autobahnanschluss in Holziken. Das Dorf ist auch angeschlossen an der Postautobuslinie, die von Zofingen nach Schöftland führt und die dazwischenliegenden Gemeinden miteinander verbindet.

Der Bauernstand des Dorfes ist in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Viele frühere Kleinbauernbetriebe sind verschwunden. Im Frühling 2001 musste auch die Dorfkäserei, die bis vor kurzen noch täglich zwei Laibe Emmentaler hergestellt hat, ihren Betrieb schliessen. Seither steht den verbliebenen Milchlieferanten einzig noch eine Milchannahmestelle zur Verfügung.

Der Grossteil der Bevölkerung arbeitet auswärts, hauptsächlich in der Industrie des Bezirkshauptortes Zofingen. Im Dorfe selbst finden wir zwei Schreinereien, eine Autogarage mit Reparaturwerkstätte, eine Bauschlosserei, ein Kartonage- sowie weitere kleinere Gewerbebetriebe.

Seit anfangs der 70-er Jahre befindet sich auf Gemeindeboden Bottenwil ein öffentliches Schwimmbad.

Schon 1798 war für die Schulung des Nachwuchses ein eigenes Schulhaus vorhanden. 1859 entstand ein neues Schulhaus, das 1900 umgebaut und erweitert wurde. Die 1876 gegründete Sekundarschule gehört zu den ältesten im Kanton Aargau. Mit der Regionalisierung der Oberstufe per 2005 gehört jedoch auch dies bald der Vergangenheit an. Ins Jahr 1965 fällt die Vollendung der neuen Turnhalle mit Räumen für Handfertigkeitsunterricht und Arbeitsschule. Der Bühneneinbau dient hauptsächlich dem immer noch regen Vereinsleben. Der Musikverein holt Lorbeeren an Musiktagen, und die Turner kehren regelmässig mit Kränzen nach Hause zurück. Auch das Altersturnen hat einen festen Platz im Wochenplan.

Das Wappen von Bottenwil zeigt eine weisse gemauerte Zinnenmauer in Rot mit grüner Tanne. Es ist abgeleitet aus dem Siegel der Herren von Bottenstein aus dem Jahr 1289. Zweimal im Jahr vereinigt die Gemeindeversammlung die stimmfähigen Bürgerinnen und Bürger des Dorfes, damit über die Geschicke der Gemeinde befunden werden kann.

In der Ortsbürgergemeinde sind die schon 1800 erwähnten und immer noch ansässigen Geschlechter der Bachmann, Basler, Baumann, Dätwyler, Fretz, Graber, Hunziker, Kaufmann, König, Schweizer, Wälti und Werfeli vertreten. Nach glaubwürdiger, früh niedergeschriebener Überlieferung hat der vermutlich dem Hause der Freiherren von Wolhusen angehörende Abt Seliger von Einsiedeln, der von 1070 bis 1090 dieses Amt bekleidete, seinem Kloster, neben anderswo gelegenem Besitz, die Kapelle in Bottenwil, «capellam in Bottenwile» geschenkt. Durch Vergabung des Edlen Kuno von Büron kam, wohl im 12. Jahrhundert, ein weiteres Gut dazu.

Was mit jenem kleinen Gotteshaus später geschehen ist, wissen wir nicht. Nur einmal noch wird es erwähnt, in einer Urkunde von 1370, die ein Stück Ackerland mit dem Namen «zer Blatten hinder der Kilchen ze Bottenwile» bezeichnet.

Das Kirchlein, das am ehesten oberhalb der neuen Turnhalle, in der Gegend der Sandplatte stand, hat kaum je als Pfarrkirche von Bottenwil gedient. Soweit sich feststellen lässt, diente als solche stets das im Suhrental drüben stehende Gotteshaus von Schöftland.

Eine kleine Kapelle im Dorf ruft die Gläubigen der Evangelisch-Methodistischen Gemeinde zum Gottesdienst. Eine ruhige, waldreiche Umgebung verlockt zu Wanderungen hinauf auf Hügel und Höhen, von wo an hellen Föhntagen die Alpen zu sehen sind.

Lisbeth Audrey Hünerwadel
(historischer Teil nach Dr. G. Boner)


(Text aktualisiert per März 2003)


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